EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Oberhausen-Osterfeld Süd von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Gemeinde Osterfeld war bis 1891 ein Stadtteil von Bottrop. Die Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft (CME) baute ihre „Emschertalbahn“, die zwischen Duisburg-Ruhrort und Dortmund verlief. Der 15,95 Kilometer lange Streckenabschnitt von Schalke nach Sterkrade wurde am 15. November 1873 eröffnet. An ihm lag der Güterbahnhof Osterfeld CM. Ab dem 1. Juli 1874 begann der Personenverkehr auf der Strecke.

Das Empfangsgebäude Oberhausen-Osterfeld Süd

Das traufenständige, zweistöckige Empfangsgebäude war ein Fachwerkbau mit Backsteinfüllung, wie sie die CME häufig in ihren Bahnstationen bauen ließ. Es besaß einen Fachwerkanbau für einen Güterschuppen sowie eine Güterabfertigung. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Rampe (OR) besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse I. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1889 bis 1891 erfolgte ein Umbau zu einem Rangierbahnhof. Wobei die umliegenden Zechenbetriebe kostenlos Schlacke und Asche für das Planum des vier Kilometer langen Sammelbahnhofs zur Verfügung stellten. Dabei entstand auch ein Bahnbetriebswerk. 1897/1905 erfolgte die Umbenennung in Osterfeld Süd. Wegen der Überlastung des Eisenbahnverkehrs im Ruhrgebiet plante die Preußische Staatseisenbahnen unter Einbeziehung der vorhandenen Strecken der ehemaligen Privateisenbahnen den Bau einer 77 Kilometer lange Gesamtstrecke zwischen Oberhausen-Osterfeld und Hamm (Westf). Sie wurde am 1. Mai 1905 eröffnet und 1912 zweigleisig ausgebaut. 1912 wurde das zweite Streckengleis verlegt 1921 arbeiteten im Bahnhof 2.000 Beamte u und Angestellte. Davon waren 1.200 im Rangierbetrieb und 600 als Handwerker im Bahnbetriebswerk beschäftigt. 1928 wurde die Modernisierung der Stellwerkstechnik abgeschlossen. Zum Kriegsende 1944/45 zerstörte eine Fliegerbombe das Stationsgebäude vollständig. Der Güterschuppen blieb dabei erhalten. Er wurde danach massiv ausgebaut und diente als Empfangsgebäude. Das zweite Empfangsgebäude Die Deutsche Bundesbahn (DB) verpachtete auf Erbpacht 1969 das Gelände des Stationsgebäudes an ein Wohnungsbauunternehmen. Das neben einem Wohngebäude einen Seitenflügel für das neue Bahnhofgebäude bauen sollte, das die DB dann anmieten würde. Die Bauarbeiten begannen unverzüglich. Dabei wurden auch die Bahnsteiganlagen erneuert. Die Reisenden gelangten über einen Personentunnel zum neuen Inselbahnsteig. Im Herbst 1970 ging das Stationsgebäude in Betrieb. Im September 1971 wurde der Fahrkartenschalter und die Bahnhofsgaststätte eröffnet. Das alte Bahngebäude wurde abgerissen und eine Kaufhalle auf dem Gelände gebaut. Das neue zweistöckige Stationsgebäude mit für die 1950/60er Jahre typischem Flachdach hatte im Erdgeschoss einen überdachten Treppenaufgang zum Bahnsteig. Dort befand sich auch die Schalterhalle mit Wartemöglichkeit und Fahrkartenschalter. Im verkürzten Obergeschoss befand sich die Bahnhofsgaststätte. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1976 schloss das Bahnbetriebswerk. Die Fahrkartenausgabe und die Gaststätte wurden geschlossen. Am 27. März 2002 beschloss die Deutsche Bahn AG den Umbau des gesamten Güterbahnhofs. So wurde die Gleisanlage erneuert und die Stellwerke durch elektronische Stellwerke ersetzt. Der Bahnhofsname wurde in Oberhausen- Osterfeld umbenannt. 2003 wurde der Personenbahnhof zum Haltepunkt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist im Zustand von 1969 erhalten geblieben.
Planung und Konzession Oberhausen - Hamm Oberhausen-Osterfeld Süd Hamm (Westf) Hbf Duisburg - Dortmund Duisburg-Ruhrort Dortmund Hbf
Bahnhof um 1905
Luftaufnahme
Bilder Osterfeld Süd
Bahnhof um 1905

Bahnstation Oberhausen-Osterfeld Süd