EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Oberhausen-Osterfeld Nord von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Oberhausen-Osterfeld Nord Bahnstation Oberhausen-Osterfeld Nord

Bau und Streckeneröffnung

Die Gemeinde Osterfeld war bis 1891 ein Stadtteil von Bottrop. Die 173 Kilometer lange Strecke zwischen Duisburg und Quakenbrück wurde am 1. Juli 1879 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) eröffnet.

Das Empfangsgebäude Oberhausen-Osterfeld Nord

Das Stationsgebäude ging mit Eröffnung der Strecke 1879 in Betrieb. Es war ein traufenständiger, zweistöckiger Backsteinbau im Rundbogenstil mit jeweils einem Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) an der Straßen- und an der Gleisseite. Die Stockwerke waren optisch durch ein umlaufendes Gurtgesims aus gelbem Klinker mit Blendbögen getrennt. Die Fenster und Türen verfügten über Terrakottabögen und eine Zierbrüstung. Im Erdgeschoss befand sich ein Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträume. Im Obergeschoss waren Wohnungen entstanden. Südwestlich des Stationsgebäudes war ein separater Güterschuppen aus Fachwerk mit Seiten- und Kopframpe errichtet worden. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Die Zeche Osterfeld ging am 3. Oktober 1879 in Betrieb. Sie erhielt einen Gleisanschluss zum Bahnhof Osterfeld (Rheinisch). 1897 wurde der Bahnhof in Osterfeld Nord umbenannt. Der Hausbahnsteig erhielt um 1910 eine hölzerne Teilüberdachung und das Stellwerk Ost errichtet. Nördlich des Stationsgebäudes endstand ein einstöckiger Backsteinanbau mit Walmdach. 1949 erfolgte die Umbenennung in Oberhausen-Osterfeld Nord Bereits 1953 wurde der Personenverkehr zwischen Oberhausen Hbf und Oberhausen-Osterfeld Nord wegen mangelnder Nachfrage eingestellt. Die Güterzüge führten aber noch bis 1960 einen Personenwagen mit. Der Zugverkehr wurde über Bottrop Hbf nach Dorsten verlegt. Anfang der 1980er-Jahre kauft die Stadt Oberhausen das Stationsgebäude und sanierte es. Es diente danach als Wohngebäude. Am 28. Mai 1989 legte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Güterverkehr still und riss das Stellwerk und den nördlichen Anbau ab. 2009 erwarb eine Waldorf-Kindertagesstätte das Gebäude und beauftragte ein Architekturbüro mit den Umbaumaßnahmen, die bis 2012 abgeschlossen wurden. Dabei wurde der Güterschuppen abgerissen und dafür eine Feuertreppe errichtet.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude ist in einem sehr guten Zustand und steht unter Denkmalschutz. Es wird von einer Waldorf-Kindertagesstätte genutzt.
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bilder Osterfeld Rh
Bahnhof um 1900 Planung und Konzession Duisburg - Quakenbrück Duisburg Hbf Quakenbrück G leistrasse G mehr zum Thema hier