EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Quakenbrück von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Bauarbeiten an der 108,1 Kilometer langen „Oldenburgischen Südbahn zwischen Oldenburg (Oldb.) und Osnabrück-Eversburg begannen 1873. Sie wurde von der Großherzoglich Oldenburgische Staatseisenbahnen (GOE) in zwei Teilstücken gebaut. Das erste Teilstück von 62,67 Kilometer Länge zwischen Oldenburg (Oldb.) und Quakenbrück wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Das 45,78 Kilometer lange zweite Teilstück von Quakenbrück nach Osnabrück-Eversburg eröffnete am 15. November 1876.

Das Empfangsgebäude Quakenbrück

Am Eröffnungstag gab es noch kein Stationsgebäude. Fahrkarten konnten in der Gastwirtschaft Gösling gekauft werden. Erst im November 1875 begannen die Bauarbeiten für ein Behelfsgebäude. Das eigentliche Stationsgebäude sollte mit Eröffnung der Gesamtstrecke 1879 gebaut werden. Das erste Stationsgebäude war ein traufenständiges, einstöckiges Behelfsgebäude mit kleinem, fast mittig angeordneten Giebelrisalit an der Gleisseite (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt), der den Zugang zum Gebäude markierte. Ein Güterschuppen ergänzte die Bahnhochbauten. Die Planungsarbeiten zu dem Neubau zogen sich jedoch noch 35 Jahre hin. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 1. Juli 1879 eröffnete die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) die 60,75 Kilometer lange Nebenbahn von Rheine nach Quakenbrück. Im Bahnhof baute die RhE einen dreiständigen Ringlokschuppen mit Lokstation und Güterschuppen. Das zweite Empfangsgebäude Erst 1908 begannen die Bauarbeiten zu einem neuen Stationsgebäude. Der Entwurf stammte vom Architekten Köhler. Am 9. November 1909 war der Rohbau, der auf einem Betonfundament ruhte, abgeschlossen. Ein 50 Meter langer Personentunnel führte unter den Gleisanlagen hindurch zu den Bahnsteigen. Ein Stellwerksgebäude, ein Wasserturm, eine Viehrampe und ein Übernachtungsgebäude waren ebenfalls fertiggestellt worden. Am 2. Juli 1910 wurde der neue Staatsbahnhof feierlich eröffnet. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1901 ersetzte die Preußische Staatseisenbahn den alten Lokschuppen durch einen vierständigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe. Am 31. Mai 1904 eröffnete die 55,3 Kilometer lange Schmalspurbahn nach Lingen den Betrieb. 1905 brannte der Güterschuppen ab, sodass eine neue Güterhalle fertiggestellt wurde. Im selben Jahr begann die Umgestaltung der Gleisanlage. Zwei weitere Stellwerksgebäude gingen 1911 in Betrieb. Bereits am 31. Mai 1952 wurde die Schmalspurbahn und 1969 die Verbindung nach Rheine stillgelegt. Das Stationsgebäude wurde 2006 verkauft und die Gleisanlagen von der Deutschen Bahn AG (DBAG) auf das Wesentliche reduziert. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das unter Denkmalschutz stehende Jugendstilgebäude wurde 2014 vom neuen Eigentümer vorbildlich restauriert. Es dient heute als Bürogebäude und Restaurant. Zwei von ursprünglich drei Stellwerksgebäuden sowie die Güterhalle sind noch erhalten geblieben.
PANORAMA
Bilder Quakenbrück
Provisorium von 1875
Bahnhof von 1910
Luftaufnahme
Provisorium von 1875 Bahnhof von 1910
Die Eisenbahn “kam” am 15. Oktober 1875 nach Quakenbrück. Also 40 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Quakenbrück hatte zu diesem Zeitpunkt 1.755 Einwohner (Ende 2019 waren es 13.442 Einwohner).
Planung und Konzession Oldenburg (Oldb.) - Osnabrück Oldenburg Hbf Osnabrück Hbf Duisburg - Quakenbrück Duisburg Hbf Quakenbrück

Bahnstation Quakenbrück